Neuer ARL-Bericht zur Regionalplanung in NRW erschienen

Die Akademie für Raumforschung und Landesplanung hat einen Arbeitsbericht vorgelegt, der sich mit der Zukunft der Regionalplanung in Nordrhein-Westfalen befasst - eine erleuchtende Lektüre für alle, die mit der Regionalplanung beschäftigt sind.

Regionalplanung NRW

Räumliche Planung in regionalem Maßstab wird politisch bedeutsam. Dabei muss die staatliche Regionalplanung auf neue Rahmenbedingungen
reagieren und sich mit neuen Problemfeldern befassen. Dazu gehören gegenwärtig insbesondere Herausforderungen durch den demografischen Wandel sowie durch den erforderlichen Ausbau erneuerbarer Energien im Rahmen des Klimaschutzes und der Klimaanpassung. Diese sind mit neuen Anforderungen an die Flächennutzung verbunden, zumal sie in manchen Teilräumen zu massiven Flächennutzungskonkurrenzen führen.

Regionalplanung stellt nach wie vor eine zentrale Querschnittsaufgabe raumbezogener Gestaltung im umfassenden Sinne dar. Dies berührt ihre gesetzlichen und administrativen Rahmenbedingungen, aber auch ihre politischen Vorgaben.

Die Landesarbeitsgemeinschaft Nordrhein-Westfalen (LAG NRW) der ARL hat das Thema „Zukunft der Regionalplanung in Nordrhein-Westfalen“ als Auftrag an die Arbeitsgemeinschaft (AG) formuliert. Ziel der AG ist es, Impulse für aktuelle Themen zu geben und Politik und Fachverwaltungen zu begleiten.
Dabei geht es zum einen darum, herauszustellen, wie die Regionalplanung von den genannten Problemlagen berührt ist und welche Handlungsansätze zum Umgang mit den Problemen bestehen; zum anderen darum, zu diskutieren, welche neuen – formellen oder informellen – Instrumente zur Problemlösung beitragen können.

Der jetzt erschienene Band ist in zwei Teile gegliedert: In Teil A („Positionen zur Zukunft der Regionalplanung in Nordrhein-Westfalen“) werden die zentralen Diskussionsergebnisse der Arbeitsgruppe als Empfehlungen an die Landes- und Regionalplanung in Nordrhein-Westfalen zusammengefasst dargestellt. Grundlage für die Empfehlungen bilden die Befunde der vertieften Auseinandersetzungen in Teil B des Bandes („Zentrale Herausforderungen für die Regional- und Landesplanung in Nordrhein-Westfalen“): Im Einzelnen sind dies „Akzeptanz regionaler Planungsprozesse und -ergebnisse“, „Demografischer Wandel – kann Regionalplanung helfen?“, „Klimaschutz und erneuerbare Energien“ sowie „Klimaanpassung: Handlungsfelder für die Raumentwicklung – vertiefend diskutiert am Beispiel Hochwasserrisikomanagement“.

Die Veröffentlichung kann kostenpflichtig als Buch bei der ARL unter www.arl-net.de bestellt werden oder hier kostenfrei als PDF heruntergeladen werden.