planinvent qualifiziert DEKs für Ahauser Ortsteile als DIEKs

Man muss nicht immer bei Null anfangen: Für die Ahauser Ortsteile Graes und Wessum hat planinvent nun zwei alte Dorfentwicklungskonzepte überarbeitet und damit als für die aktuelle Förderperiode gültige Dorfinnenentwicklungskonzepte qualifiziert. Die Stadt Ahaus konnte damit bereits bestehende konzeptionelle Ansätze nahtlos fortsetzen - ein Modell auch für andere Kommunen.

Seit Beginn der neuen EU-Förderperiode 2014-2020 gelten neue Spielregeln für die Dorferneuerung. Wichtigste Änderung: Die alten Dorfentwicklungskonzepte (DEKs) gibt es nicht mehr, sie wurden ersetzt durch Dorfinnenentwicklungskonzepte (DIEKs) und Integrierte Kommunale Entwicklungskonzepte (IKEKs). Beziehen sich letztere auf die Gesamtkommune, betrachtet das DIEK nur eine einzelne Ortslage und ähnelt damit dem klassischen DEK der letzten Förderperiode (vgl. auch unsere Infoseite hier).

Durch das Vorhandensein eines aktuellen Entwicklungskonzeptes erhalten Kommunen deutlich attraktivere Fördersätze zur Umsetzung von Maßnahmen zur Dorferneuerung und integrierten ländlichen Entwicklung. Allerdings gibt es auch "Kleingedrucktes": So dürfen Entwicklungskonzepte in der Regel nicht älter als fünf Jahre sein, um zur höheren Förderung zugelassen zu werden. In vielen Kommunen stellt genau das ein Problem dar: Ist ein Konzept mit viel Bürgerbeteiligung z.B. vor sechs oder sieben Jahren entstanden, müssten die entsprechenden Erstellungsprozesse für ein neues, anerkanntes Konzept komplett neu gestartet werden - und das, obwohl viele Konzepte der letzten Förderperiode einen Planungshintergrund von rund 15 bis 20 Jahren hatten.

So auch in Ahaus: Dort hatte planinvent erst 2009 für alle fünf Ortsteile im Stadtgebiet Dorfentwicklungskonzepte mit dem Planungshorizont 2025 erstellt, die nun, nur sieben Jahre später, keine Grundlage mehr für zum höheren Fördersatz unterstützte Umsetzungen von Maßnahmen darstellte. Da in den Ortsteilen zudem in den letzten Jahren andere partizipative Prozesse (u.a. LEADER) stattfanden, bestand die berechtigte Sorge, dass die Menschen in den Orten für ein erneutes umfassendes Partizipations- und Konzepterstellungsverfahren nur schwerlich begeisterungsfähig sein würden. In Abstimmung mit der zuständigen Bezirksregierung wurde daher überlegt, welche Möglichkeiten es für eine Qualifizierung der bestehenden DEKs hin zu Dorfinnenentwicklungskonzepten der aktuellen Förderperiode gibt - die Idee eines "Updates" war geboren.

Laut ILE-Richtlinie haben die Konzepte der neuen Generation gewissen Mindestanforderungen zu erfüllen und müssen zudem mit Aspekten der Innenentwicklung und der Leerstandstheamtik zusätzliche Bausteine, die in den alten DEKs häufig fehlten. Diese Aspekte galt es daher nachzuarbeiten und die alten Konzepte dahingehend zu überarbeiten, welche Inhalte weiterhin Gültigkeit besitzen und welche anzupassen sind. Im Rahmen einer reduzierten Beteiligungsphase erfolgte dieses Update der Entwicklungsstrategie und der dazugehörigen Projekte, ergänzt wurden die weiteren geforderten Pflichtinhalte der DIEKs. So konnten in relativ kurzer Laufzeit und mit verhältnismäßig geringem Aufwand für die Ortsteile Graes und Wessum zwei aktuelle DIEKs erstellt werden, die die Umsetzung und Förderung der Entwicklungsansätze gewährleisten.

Sie möchten als Gemeinde ein Dorfinnenentwicklungskonzept (DIEK) oder ein integriertes kommunales Entwicklungskonzept (IKEK) erstellen und brauchen dazu kompetente und erfahrende Begleitung? Dann sprechen Sie uns an, wir stehen gerne für ein Gespräch zur Verfügung.