Land startet Projektaufruf „Erlebnis.NRW“ im April – jetzt Projektskizzen erarbeiten!

Bis 2013 hieß es „Ziel 2“, jetzt sind es „Projektaufrufe“: Die touristische EFRE-Förderung „Erlebnis.NRW“ wird auch in der neuen Förderperiode fortgesetzt. Mitte April startet die Einreichungsphase für Projektideen, die jetzt bereits vorbereitet werden sollten. Planinvent kann dabei Ihr kompetenter Partner sein!


Foto: Euregio Rhein-Waal, P. Gawandtka

Hintergrund

Der Tourismus ist für Nordrhein-Westfalen ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Die Weiterentwicklung des Tourismussektors in Nordrhein-Westfalen ist ein wichtiges Politikfeld. Mit Wachstumsraten um 4 % bei den Übernachtungszahlen in den vergangenen Jahren gehört der Tourismus in Nordrhein-Westfalen zu den Wachstumsbranchen mit günstigen Zukunftsperspektiven. Im Jahr 2011 erwirtschaftete die hiesige Tourismuswirtschaft einen Bruttoumsatz in Höhe von 31,3 Mrd. Euro und trägt damit rund 3,5 % zum Volkseinkommen des Landes bei.
Tourismus erfüllt zudem eine wichtige Doppelfunktion: Zum einen erhöht die Branche über ihren Wertschöpfungsanteil die Wirtschaftskraft einer Region. Zum anderen werten exzellente touristische Produkte und dafür geschaffene Infrastrukturen den Lebens-, Arbeits-, Innovations- und Investitionsstandort insgesamt spürbar auf. 

Zur weiteren Unterstützung der Umsetzung des „Masterplan Tourismus Nordrhein-Westfalen“ sollen mit dem Projektaufruf „Erlebnis.NRW – Tourismuswirtschaft stärken“ neue Angebote für die potenzialträchtigsten Zielgruppen entwickelt werden. Dadurch sollen neue Märkte und Absatzchancen für touristisch ausgerichtete KMU eröffnet werden.

Noch stärker als bisher kommt es bei der Weiterentwicklung des Tourismusstandortes künftig darauf an, Akzente auf innovative Maßnahmen zu setzen. Im Tourismusbereich bezieht sich der Innovationsbegriff dabei nicht nur auf technische Produktneuerungen und neue Infrastrukturen, sondern vor allem auch auf Prozess-, Marketing- und Dienstleistungsinnovationen.

Was wird gefördert?

Grundlage für die Förderung im Rahmen des Projektaufrufes ist das OP EFRE NRW 2014-2020 (siehe hier).

Die Wettbewerbsfähigkeit von KMU soll durch den innovativen Ausbau und die nachhaltige Modernisierung touristischer Infrastrukturen, durch neue innovative Tourismusdienstleistungen und Netzwerke auf der Grundlage des „Masterplan Tourismus NRW“ erhöht werden. Die geförderten Maßnahmen müssen einen direkten Bezug zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der regionalen KMU aufweisen.

Innovative Dienstleistungen: Vorhaben, die durch ihren innovativen Charakter in besonderem Maße zur Stärkung der Tourismuswirtschaft und der damit verbundenen KMU beitragen

Netzwerke: Netzwerkgründungen oder-weiterentwicklungen, die der Stärkung der Wertschöpfungsketten in den touristischen Zukunftsmärkten dienen oder die Entwicklung neuer touristischer Angebote unterstützen

Integrierte Infrastrukturmaßnahmen (bis max. 5 Mio. €): Infrastrukturelle Maßnahmen, die nachweisbar die Wettbewerbsfähigkeit der KMU in der Tourismuswirtschaft stärken, einen wesentlichen Bezug zum „Masterplan Tourismus NRW“ haben, die im Kontext regionaler Tourismuskonzepte stehen und die von Marketingmaßnahmen und Dienstleistungen begleitet werden

Studien und Entwicklungsprojekte/-konzepte: Studien, die der Tourismusbranche als Basiswissen zur Qualitätsverbesserung dienen oder dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit der Angebote der regionalen KMU der Tourismuswirtschaft zu stärken

Wer kann Projekte einreichen?

Teilnahmeberechtigt sind, sofern mit Sitz in NRW:

  • Kommunen
  • Kommunalverbände
  • Gebietskörperschaften des öffentlichen Rechts
  • Vereine
  • KMUs im Rahmen von Kooperationsprojekten mit mehrheitlich öffentlichen Partnern
  • Wirtschaftsförderungseinrichtungen und -verbände
  • Tourismusvereine
  • juristische Personen, deren Geschäftstätigkeit nicht auf Gewinnerzielung ausgerichtet ist

Nach welchen Kriterien werden Projekte gefördert?

Projekte im Aufruf „Erlebnis.NRW“ werden dann positiv bewertet, wenn sie

  • die Querschnittsziele „Nachhaltigkeit“ und „Nichtdiskriminierung und Gleichstellung von Frauen und Männern“ aus dem OP EFRE NRW 2014-2020 erfüllen
  • einen nachweisbaren Beitrag zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit regionaler KMU leisten
  • einen Beitrag zu den Zielen des „Masterplan Tourismus Nordrhein-Westfalen“ leisten
  • einen hohen Innovationsgehalt aufweisen
  • einen Beitrag zum jeweiligen regionalen Tourismuskonzept des Antragstellers leisten
  • nachhaltig und umweltgerecht sind
  • eine Qualitätserhöhung im Vergleich zu bereits bestehenden Angeboten verfolgen
  • barrierefrei angelegt sind

In welcher Höhe wird gefördert?

Im Projektaufruf Erlebnis.NRW liegt der mögliche maximale Fördersatz in der Regel bei bis zu 80% der förderbaren, unrentierlichen Ausgaben. (Der beihilferechtlich zulässige Fördersatz kann niedriger ausfallen: Bei beihilferelevanten Projekten liegt der zulässige Fördersatz nach der Gruppenfreistellungsverordnung (EU) Nr. 651/2014 i.d.R. bei 50 %). Der Eigenanteil zur Sicherstellung der Gesamtfinanzierung muss verbindlich erklärt und belegt werden. Hierbei ist zu beachten, dass zweckgebundene Spenden zur Erbringung des Eigenanteils möglich sind, soweit ein echter Eigenanteil von 10% verbleibt. Für die Berücksichtigung von Spenden gibt es gewisse Bedingungen, z.B. ist die verbindliche Erklärung des Spenders mit der Vorlage der Projektskizze erforderlich. Mit der Maßnahmen-Umsetzung darf erst nach Bewilligung des Förderantrags begonnen werden.

Welche Fristen gelten für den Aufruf?

Start des Projektaufrufes ist am 16. April 2015. Ab diesem Tag können Projektskizzen eingereicht werden. Die Einreichungsfrist endet drei Monate später am 15. Juli 2015. Ob Ihre Projektskizze gefördert wird, entscheidet sich dann bis Ende Oktober 2015. Danach können Förderanträge bis Ende Februar 2016 gestellt werden. Ihr Projekt muss dann in einem Zeitraum von max. 36 Monaten nach Antragstellung vollständig umgesetzt sein.
Anders als in der Vergangenheit ist derzeit nur eine Runde im Aufruf geplant – ein zweiter Aufruf innerhalb der Förderperiode ist bislang nicht vorgesehen – wer also mitmachen möchte, sollte dies unbedingt sofort entscheiden und bis Juli mitmachen!

Wie läuft die Antragstellung?

Sie haben eine Idee, die in den Projektaufruf passen könnte? Dann sollten Sie umgehend die Vorab-Beratung zu Ihrer Idee bei der Bezirksregierung, der NRW.Bank oder dem NRW-Wirtschaftsministerium in Anspruch nehmen. Dort kann man Ihnen weiterhelfen, wenn Sie die generelle Eignung Ihrer Idee für den Aufruf prüfen lassen wollen oder Fragen zum Aufrufsverfahren haben.

Entscheiden Sie sich dazu, eine Projektskizze einzureichen, holen Sie sich kompetente Partner mit ins Boot, die Ihnen bei der Skizzenerstellung helfen und auch das taktische Know-how für derlei Verfahren mitbringen. planinvent hat in der Förderperiode 2007-2013 für verschiedene Auftraggeber erfolgreich Projektskizzen im Ziel 2-Kontext erstellt, u.a. auch im Bereich „Erlebnis.NRW“ und kennt daher die Formalitäten und Ansprüche an solche Projektaufrufe.

Wie Ihr Projekt dann einzureichen ist, regelt der Projektaufruf: Zur Beschreibung der Projekte ist ein formalisierter Bewerbungsbogen zu verwenden. In diesem sind auf wenigen Seiten grundlegende Informationen einzutragen, die der Aufrufsteller vorgibt. Darüber hinaus können die Projektträger einen bis zu fünf Seiten langen Anhang zur weiteren Erläuterung des Vorhabens beifügen. Ein unabhängiges Gutachtergremium schlägt die besten Projektskizzen für eine Förderung vor. Die Projektträger der Siegerprojekte reichen im Anschluss einen formgerechten Antrag bei der zuständigen Bezirksregierung ein.
Mehr Informationen zum Aufruf finden Sie im Internet unter http://www.efre.nrw.de/0_2_Aktuelles/2015_02_27_Erlebnis_NRW/index.php.

Zum Start des Projektaufrufs am 16. April 2015 finden Sie zudem die Formalbögen, Förderrichtlinien, FAQs und andere Informationen unter www.efre.nrw.de.

Natürlich können Sie sich auch jederzeit an planinvent wenden, wenn Sie Fragen zum EFRE und den Projektaufrufen haben – wir beraten Sie gerne individuell und kostenfrei!