LEADER-Wettbewerb 2014-2020: Jetzt Starter-Kits anfordern!

Warmlaufen der Regionen für den LEADER-Förderwettbewerb: Ab sofort können Förderanträge für Starter-Kits bei den Bezirksregierungen gestellt werden, mit denen externe Wettbewerbsbegleitung finanziell unterstützt wird.

Bis zum Jahr 2020 stehen rund 70 Millionen Euro bereit, um Ideen und Strategien für die Entwicklung der ländlichen Räume in Nordrhein-Westfalen zu realisieren. Die Fördermittel sind gebunden an das so genannte LEADER-Programm der EU. Über dieses Programm können ländliche Regionen eigene Entwicklungsstrategien mit europäischen und nationalen Fördermitteln in einer Höhe von jeweils bis zu rund drei Millionen Euro umsetzen. „LEADER ist ein Erfolgsmodell“, sagte Landwirtschaftsminister Johannes Remmel und zog damit auch eine positive Bilanz aus der vergangenen LEADER-Förderperiode der Jahre 2007 bis 2013, in der insgesamt rund 16 Millionen Euro europäischer Mittel in zwölf ländliche Regionen Nordrhein-Westfalens investiert wurden. „Die zwölf bestehenden LEADER-Regionen haben in den letzten Jahren eindrucksvoll gezeigt, wie lebendig unsere ländlichen Räume in Nordrhein-Westfalen sind und welche Innovationskraft in bürgerschaftlich getragenen Entwicklungsprozessen steckt. Mit dem !
Ausbau des LEADER-Ansatzes wollen wir künftig mehr als 20 Regionen fördern“, erklärte Remmel.

Die Probleme der ländlichen Räume sind ebenso vielfältig wie die Regionen selber. Es müssen Lösungen gefunden werden für ganz alltägliche Probleme die zum Beispiel entstehen, wenn das letzte Geschäft im Dorf geschlossen wurde. Es müssen aber auch Lösungen gefunden werden, um zum Beispiel Fachkräfte für die vielen mittelständischen Unternehmen im ländlichen Raum zu finden und zu halten, Investoren für neue Arbeits- und Einkommensquellen zu finden oder sich mit den Folgen des demografischen Wandels und einer immer älter werdenden Bevölkerung auch auf dem Lande auseinanderzusetzen. „Der große Vorteil unserer ländlichen Regionen ist der große bürgerschaftliche Zusammenhalt und die Identifikation mit seiner Heimat“, betonte Minister Remmel. „Dies gilt es in die Konzepte für die neue LEADER-Periode einzubringen. Es zählen regionale Individualität der Entwicklungskonzepte und die Qualität der bürgerschaftlichen Beteiligung. Wichtig wird es aber auch sein, die regionalen Wirtschafts!
- und Sozialpartner in die Prozesse einzubinden und nachhaltige Strategien für alle Menschen in der Region zu entwickeln.“

Ziel des LEADER-Programms ist, die Wirtschaftskraft und die Lebensqualität ländlicher Gebiete zu stärken und zwar gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern. Über LEADER gefördert werden sollen die besten und innovativsten Konzepte und Strategien, die dem LEADER-Ziel entsprechen. In einem Wettbewerbsverfahren sollen die besten Konzepte ermittelt werden. Der Startschuss für die offizielle Bewerbung wird im Herbst 2014 fallen, wenn der Förderwettbewerb ausgelobt wird. Eine Jury aus Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Verbänden entscheidet dann im Frühjahr 2015 auf Basis der vorgelegten Entwicklungskonzepte darüber, wer den Förderzuschlag als LEADER-Region erhält und sich über eine finanzielle Unterstützung, abhängig von der Einwohnerzahl, in Höhe von 2,3 bis 3,1 Mio. € freuen darf. Bewerben können sich regionale übergemeindliche Zusammenschlüsse in ländlich strukturierten Gebieten mit 40.000 bis 150.000 Einwohnern, soweit einzelne Ortsteile nicht mehr als 30.0!
00 Einwohner zählen dürfen.

Um sich auf die Bewerbung als LEADER-Region vorzubereiten, können ab sofort so genannte „LEADER-Starter-Kits“ beantragt werden. Diese beinhalten insbesondere die Möglichkeit der Bezuschussung einer externen Beratung für Zusammenschlüsse interessierter Kommunen, Verbände, Vereine und sonstiger regionaler Akteure. Die Berater helfen dabei, den Aufbau einer von den Bürgerinnen und Bürgern getragenen Struktur für ein Bewerbungsverfahren sowie die Entwicklung lokaler Strategien zu initiieren.

Weitere Informationen zum LEADER-Programm sind zu finden unter www.umwelt.nrw.de.

Die Starter-Kits können bei den Dezernaten 33 der Bezirksregierungen beantragt werden.