"NRW wird leiser" - Wanderausstellung buchbar

Die multimediale Wanderausstellungdes Aktionsbündnisses rund um das Thema Lärm und seine Auswirkungen auf die Umwelt und die Gesundheit der Menschen geht auf Wanderschaft in NRW. Kommunen und Einrichtungen können sie ab sofort buchen.

„Lärm ist eines der großen Umweltprobleme unserer mobilen Gesellschaft. In einer Zeit, in der es immer hektischer und lauter wird, brauchen Menschen und Natur unbedingt mehr Ruhe. Wir müssen deshalb noch stärker für dieses Problem sensibilisieren, denn jeder Einzelne kann selbst Rücksicht üben und damit einen wichtigen Beitrag leisten, um Lärm im Alltag zu mindern“, erklärte Minister Remmel.

Die Wanderausstellung entstand im Rahmen des Aktionsbündnisses „NRW wird leiser“, das vom Umweltministerium unterstützt wird. Es fördert das Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger Lärm individuell und freiwillig zu reduzieren. Das Aktionsbündnis bietet eine Plattform, an der sich die kommunalen Spitzenverbände, Bürgerinitiativen, Interessenverbände, Wirtschaft und Behörden beteiligen, um gemeinsame Konzepte zum Lärmschutz zu erarbeiten und als Multiplikatoren zu wirken. Es ist Teil einer umfassenden Lärmminderungsstrategie der NRW-Landesregierung. In der Ausstellung erfahren Besucherinnen und Besucher wie Lärm entsteht, wie er sich ausbreitet oder wie er sich anfühlt. An verschiedenen Erlebnisstationen kann selbst experimentiert und ausprobiert werden. Die Ausstellung soll bewusst machen, dass jeder Mensch nicht nur Betroffener sondern auch selbst Verursacher von Lärm ist und auch selbst etwas zu seiner Minderung und Vermeidung beitragen kann.

Die Ausstellung informiert unter anderem mit folgenden Stationen:

  • Leises Fahren – Leise und zugleich umwelt- und klimafreundlich
  • Lärmschutz im Kinderzimmer – Kinder dürfen laut sein
  • Da gibt’s was auf die Ohren – Gehörschaden via Kopfhörer
  • Leise Haustechnik – Klimaanlagen, Wärmepumpen, Blockheizkraftwerke und Co.
  • Lärmschutz im Garten – Rasenmäher, Laubbläser und Co.

Umweltminister Johannes Remmel betonte heute die Bedeutung von Lärmschutz: „Lärm macht krank, wir müssen deshalb Bürgerinnen und Bürger in NRW besser schützen und den Lärm an der Quelle bekämpfen. Jede Verringerung der Belastungen ist ein Gesundheitsgewinn. Die Ausstellung informiert umfassend über das Thema und zeigt den Besucherinnen und Besuchern, dass man selbst mithelfen kann, Lärm zu verringern. Die kleinen Experimente machen neugierig und motivieren, Lärm und seine Quellen bewusster wahrzunehmen.“

Die Ausstellung „NRW wird leiser“ kann bis zum 26. September im Umweltministerium besucht werden. Anschließend steht sie den Partnern des Aktionsbündnisses sowie öffentlichen Einrichtungen wie Rathäusern, Schulen und Bibliotheken oder für Aktionstage und Messen in NRW zur Verfügung. Anfragen zur Wanderausstellung nimmt die Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW (Telefon 02361/305-0) entgegen, sie betreut die Wanderausstellung und koordiniert ihren Einsatz

Zum Hintergrund:

Lärm ist ein Dauerproblem: Laut einer Studie des Umweltbundesamtes (UBA) fühlen sich in Deutschland 54 Prozent der Bürgerinnen und Bürger durch Straßenlärm gestört oder belästigt. Lärm beeinträchtigt dabei nicht nur unser Wohlbefinden, sondern kann nachweisbare gesundheitliche Folgen haben. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt sogar, dass Umweltlärm im Westen Europas jedes Jahr zum Verlust von über einer Million gesunden Lebensjahre führt. Besonders in einem verkehrs- und bevölkerungsreichen Land wie Nordrhein-Westfalen ist Lärm nach wie vor ein großes Umweltproblem. Ungefähr 1,4 Millionen Bürgerinnen und Bürger sind in NRW gesundheitsschädigenden Lärmpegeln ausgesetzt. Die Landesregierung setzt sich daher mit einer umfassenden Lärmminderungsstrategie für eine wirksame Lärmschutzpolitik ein. So unterstützt das Umweltministerium die Städte und Gemeinden beispielsweise bei der Erstellung von Lärmkarten und der nachfolgenden Aktionsplanung. Darüber hinaus setzt sich das Ministerium auch für eine Weiterentwicklung der verkehrsrechtlichen Regelungen ein. Ein erster wichtiger Schritt war dabei die Abschaffung des sogenannten Schienenbonus im letzten Jahr. Zur Verbesserung der Finanzierung konkreter Maßnahmen an kommunalen Straßen hat NRW erfolgreich eine Initiative in den Bundesrat eingebracht.

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