Aktuelle Projekte

Regionalmanagement für die LEADER-Region "Kulturlandschaft Ahaus-Heek-Legden"  

Nachdem planinvent die drei Kommunen Ahaus, Heek und Legden (Kreis Borken) bereits 2006 bei der Erstellung eines Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes (ILEK) begleitet hatte, wurde die Kooperation im darauffolgenden Jahr bei der Gestaltung des Wettbewerbsbeitrages der als "Kulturlandschaft Ahaus-Heek-Legden" zusammengeschlossenen Kommunen fortgesetzt.

Für das Förderprogramm der Europäischen Union mit dem umständlichen Namen "Liaison entre actions de développement de l´économie rurale" (was soviel bedeutet wie "Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft" und abgekürzt etwas griffiger LEADER heißt) galt es, ein Gebietsbezogenes Integriertes Entwicklungskonzept" (GIEK) zu erstellen, um im Wettbewerbsverfahren erfolgreich zu sein.

2008 wurden dann schließlich zehn von 20 teilnehmenden Regionen in NRW ausgewählt, die „Kulturlandschaft AHL“ war zunächst nicht dabei. Dies lag jedoch nicht an einem unzureichenden Wettbewerbsbeitrag, sondern an fehlenden Haushaltsmitteln im Land. Das im Wettbewerb eingereichte Konzept der drei Kommunen war jedoch so gut, dass es 2010 nachträglich in die LEADER-Förderung aufgenommen wurde. Für die restliche Zeit der Förderperiode standen Ahaus, Heek und Legden somit 1 Mio. Euro Fördermittel von der Europäischen Union für innovative LEADER-Projekte in der Region zur Verfügung – die es allerdings zur Hälfte gegenzufinanzieren galt.

2011 wurde planinvent in der Folge für das Regionalmanagement in der Region beauftragt. Zu den Tätigkeiten, die planinvent hierbei leistet, gehören u.a.

  • die organisatorische Leitung der LEADER-Region, z.B. in Form von Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen, Mitgliederversammlungen oder Vorstandssitzungen;
  • die Projektbetreuung und -entwicklung von innovativen Projektansätzen zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung der Region;
  • Öffentlichkeitsarbeit wie Pressearbeit, die Planung und Durchführung von Informationsveranstaltungen, die Homepagebetreuung etc. Auch die Entwicklung von Slogan ("Wir sind regionAHL!") und Drucksachen wie Plakaten und Flyern wird von planinvent realisiert;
  • die Beratung von Projektträgern bei der Umsetzung ihrer Projekte sowie konkrete Förderberatung in Abstimmung mit den zuständigen Instanzen wie z.B. der Bezirksregierung.

Die Beautragung lief zunächst bis Ende 2013, wurde mit Ausdehnung der Förderperiode aber bis Oktober 2015 verlängert. 2014 entschied die Kulturlandschaft, sich auch für die neue Förderperiode 2014-2020 wieder im Landeswettbewerb zu stellen. planinvent wurde mit der Erstellung der Lokalen Entwicklungsstrategie beauftragt, die für den Wettbewerb als Entscheidungsgrundlage dient. Im Mai 2015 wurde AHL dann erneut als LEADER-Region in NRW ausgewählt und gehört damit zu mittlerweile 28 LEADER-Regionen im Land.

In einem neuen Bewerbungsverfahren Ende 2015 bewarb sich planinvent erneut für das Regionalmanagement in Ahaus, Heek und Legden für die neue Förderperiode 2014-2020 - im Januar 2016 entschied sich die LEADER-Region dann für eine erneute Beschäftigung des Büros bis Ende 2022.

Alle Informationen rund um die LEADER-Region "Kulturlandschaft Ahaus-Heek-Legden" und zum Thema LEADER ganz allgemein finden Sie im Internet unter www.leader-ahl.de.
 

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Dorfinnenentwicklungskonzept (DIEK) Capelle 2025

Im Auftrag der Gemeinde Nordkirchen erstellt planinvent derzeit eines der ersten Dorfinnenentwicklungskonzepte (DIEK) in Nordrhein-Westfalen. Dieses in der aktuellen Förderperiode neue Instrument des Landes führt die Konzeption weiter, die bis dahin in den Dorfentwicklungskonzepten (DEKs) erarbeitet wurde und ergänzt diese um verschiedene Bausteine und Schwerpunkte. Am relevantesten dabei ist sicherlich der Aspekt der Innenentwicklung von Dörfern, der in den neuen Konzepten intensiver betrachtet wird.

In der aktuellen Förderperiode 2014-2020 fördert das Land NRW bis zu zwei DIEKS pro Kommune: Gemäß der „Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung einer integrierten ländlichen Entwicklung“ des MKULNV vom Januar 2016 kann die Erarbeitung eines Dorfinnenentwicklungskonzepts mit 75 % der zuwendungsfähigen Ausgaben (Nettokosten) gefördert werden.

Folgendes Vorgehen steht bei der DIEK-Erstellung auf dem Plan:

  • Am Anfang steht die Grundlagenermittlung in vereinbarten Themenfeldern, die Sammlung eigener Daten und Sichtung bereits erhobener Daten mit Auswertung vorhandener Konzepte und Informationen;
  • es folgt der Prozessauftakt in Form einer öffentlichen Auftaktveranstaltung, in der die Ergebnisse der Grundlagenermittlung als Diskussiongrundlage für lokale Akteure dienen und ergänzende Informationen, Meinungen und Inputs gesammelt werden. Auch neue Mitstreiter für den Prozess können hierbei gewonnen werden;
  • in diversen Arbeitskreissitzungen mit Öffentlichkeit, lokalen Fachakteuren, Verwaltung und Planungsbüro werden die raumstrukturelle Analyse vertieft und Strategieansätze sowie erste Maßnahmen gemeinsam entwickelt;
  • parallel zu den Arbeitskreissitzungen steht die Entwicklung einer integrierten, verbindenden und ortsspezifischen Strategie für das Dorf; in den weiteren Sitzungen werden umsetzungsorientierte Projekte und Maßnahmen für die künftige Entwicklung des Ortes weiter entwickelt und in Form von Projektprofilen konkretisiert, die in einer Zwischenveranstaltung - der sog. Projektmesse - öffentlich ausgestellt werden;
  • am Schluss des Prozesses steht eine erneut öffentliche Ergebnispräsentation, bei der Strategie und Projekte erneut vorgestellt werden und das weitere Vorgehen in Sachen Dorfentwicklung dargestellt wird.

Zu den wichtigen inhaltlichen Bausteinen bei der Erarbeitung des Entwicklungskonzeptes gehören in Capelle

  • die Bestandsanalyse mit Betrachtung der Ausgangslage und der Rahmenbedingungen; dazu gehören u.a. Bereiche wie Lage und Struktur, Planungsvorgaben, Demographie, Siedlungsentwicklung, Wirtschaftsstruktur, Land- und Forstwirtschaft, Naturraum, Verkehr, altersspezifische Infrastruktur, Tourismus, Freizeit und Kultur sowie die Untersuchung von vorhandenem und potentziellem Leerstand sowie aktueller Nutzungen im Innenbereich;
  • die Bewertung dieser Analyse in Form einer SWOT-Analyse mit Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken für die Dorfentwicklung;
  • die Ableitung von Handlungsschwerpunkten für die künftige Dorfentwicklung und die Formulierung individueller Leitbilder für die Entwicklung bis zum Jahr 2025;
  •  die Herleitung und Beschreibung von Projekten: Hierzu werden Projektkriterien entwickelt und Projektprofile erstellt;
  •  ein Konzept zur Verstetigung des Dorfentwicklungsprozesses, um sicherzustellen, dass die Dorfentwicklung in den nächsten Jahren auch umgesetzt werden kann. Hierfür wird eine umfassende Handreichung mit Tipps und Vorschlägen formuliert.

 
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Integriertes kommunales Entwicklungskonzept (IKEK) Wettringen 2025

Im Auftrag der Gemeinde Wettringen erstellt planinvent seit Juni 2016 eines der ersten integrierten kommunalen Entwicklungskonzepte (IKEK) in Nordrhein-Westfalen. Dieser neue Ansatz betrachtet die gesamte Gemeinde mit all ihren Ortsteilen und führt Ortsteilprofile auf gesamtkommunaler Ebene zusammen, um so einen ganzheitlichen Betrachtungsraum "fit für die Zukunft" zu machen. In Wettringen entschied man sich für einen Zeithorizont bis zum Jahr 2025. In verschiedenen Arbeitskreisen kommen dazu Bürgerinnen und Bürger, Gemeindevertreter und Fachakteure zusammen, um gemeinsam eine nachhaltige und themenübergreifende (also integrierte) Entwicklungsstrategie für den Ort zu erarbeiten.

Gemäß der „Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung einer integrierten ländlichen Entwicklung“ des MKULNV vom Januar 2016 kann die Erarbeitung eines IKEK unter bestimmten Voraussetzungen gefördert werden. Kommunen können demnach ggf. eine Förderung von 75 % der zuwendungsfähigen Ausgaben (Nettokosten) erhalten. Für die Umsetzung der erarbeiteten IKEK-Maßnahmen stehen ebenfalls teilweise Fördermittel zur Verfügung. Pro Kommune wird bis zu ein IKEK in der Förderperiode gefördert.

Das IKEK erweitert den bisherigen Ansatz des Dorfentwicklungskonzeptes auf die Gesamtkommune. Der Aufbau des Instruments ist dabei vergleichbar: Am Anfang steht eine Bestandsaufnahme und -analyse, es folgt eine Bewertung in Form einer Sträken-Schwächen-Chancen-Risiken-Analyse. Beide Schritte werden in Ortsteilprofilen zusammengefasst und nebeneinandergestellt, so dass ein Überblick über den Bestand und dessen Bewertung für alle Teile der Kommune entsteht. Daraus abgeleitet werden drängende Handlunsgfelder sowie eine Entwicklungsstrategie. Deren Umsetzung wird über Projekte erreicht, für die entsprechende Profile erstellt werden. Maßnahmen zur Prozessverstetigung ergänzen den Nachhaltigkeitsansatz des Konzeptes.

IKEKs können von Kommunen jederzeit als Fördergegenstand bei der jeweiligen Bezirksregierung beantragt werden, zu spezifischen Stichtagen werden geförderte Kommunen ausgewählt. Ein genereller Anspruch auf Förderung besteht allerdings nicht, hier heißt es für interessierte Kommunen also durchaus auch schnell zu sein, bevor mögliche Fördertöpfe leer sind.

 
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